Review – Focusrite Scarlett 2i2

Wer eigene Musik an seinem PC oder Laptop produziert wird früher oder später merken, dass die verbauten Soundkarten in der Regel schnell an Ihre Grenzen kommen. Die Anschlüsse sind oft beschränkt und geben oft nur die Möglichkeit andere Quellen per 3.5mm Klinke anzuschließen. Die Klangqualität ist bei  Standard-Soundkarten ebenfalls nur sehr beschränkt. Richtig Spaß macht sowas auch erst dann wenn die passende Hardware vorhanden ist. Das Wichtigste hierbei ist nicht nur ein halbwegs aktueller Prozessor, sondern auch die passende Soundkarte. Das Ganze wird dann aber problematisch, wenn man nur einen Laptop zur Verfügung hat. Der Einbau einer internen Soundkarte ist hier quasi nicht möglich. Eine externe Soundkarte, sogenannte Audio-Interfaces, schafft hier Abhilfe. Mit dem Scarlett 2i2 aus dem Hause Focusrite erhält der User ein Werkzeug, welches nicht nur günstig ist, sondern auch durchweg überzeugen kann.

Scarlett 2i2

Das Scarlett 2i2 ist bereits in der dritten Auflage (3rd Gen) erschienen und setzt den weltweiten Erfolg von Focusrite fort. Das Audio-Interface richtet sich an Einsteiger und eignet sich prima für den mobilen Einsatz an Laptops. Strom bekommt der kleine Kasten über den USB-Anschluss. Ein passendes Kabel legt der Hersteller dem Lieferumfang bei. Am Gerät selber wir die aktuelle USB-C Variante genutzt.

Ausgestattet ist das Interface mit zwei Eingängen und ebenso vielen Ausgängen. Jeder Eingang kann für die Einspeisung von Instrumenten wie Gitarre oder Bass sowie von Mikrofonen genutzt werden. Auch das Einspielen von Line-Pegeln stellt keinerlei Problem für das Scarlett 2i2 dar. Wer Mikrofone am Audio Interface nutzt, kann eine 48Volt Phantomspeisung zuschalten. Allerdings ist diese nur für beide Eingänge gleichzeitig verfügbar. Positiv aufgefallen ist auch der extra regelbare Kopfhörerausgang.

Installation

Die Installation des Scarlett 2i2 ist denkbar einfach. Einfach das Gerät mit dem PC oder Laptop verbinden – kurz darauf bekommt man bereits die Meldung, das ein neues Gerät gefunden wurde. Außerdem wird man automatisch auf die Herstellerseite weitergeleitet um die neuesten Treiber für das Audio Interface runterzuladen. Außerdem gibt es hier auch noch die Möglichkeit, weitere Software wie zum Beispiel Ableton Live Lite, Pro Tools First sowie Focusrite Red2 & Red3 Plugin Suite herunterzuladen. Hier ist aber eine Registrierung zwingend erforderlich. Nach der Treiberinstallation sind die Grundeinstellungen des Scarlett 2i2 direkt am PC oder Laptop einstellbar.

Technische Daten

Bereits in der zweiten Generation hat das Scarlett 2i2 einen sehr guten dynamischen Umfang. Dieser lag hierbei bei 108 dB. In der überarbeiteten, dritten Generation, legt Focusrite nochmals einen drauf. Der Wert für den dynamischen Umfang liegt jetzt bei guten 110 dB. Das hat zur Folge, das Aufnahmen deutlich weniger Rauschen vorweisen. Der verbaute Vorverstärker liefert nun auch deutlich mehr Leistung ab. So können eingehende Audiosignale  mit bis zu 56dB verstärkt werden. Das ist gegenüber dem Vorgängermodell eine Verbesserung von satten +50dB.

Das Direct Monitoring hat auch kleine aber feine Änderungen erfahren. So ist diese Funktion nicht nur jederzeit an- und abschaltbar sondern lässt sich auch wahlweise in Stereo bzw. Mono abhören. In welchem Modus sich das Monitoring gerade befindet ist nun leicht an der Visualisierung über dem Monitoring-Knop zu sehen. Ein Kreis steht hierbei für Mono, zwei Kreise für Stereo.  Die Funktion „Air“ war bisher nur in der Clarett-Serie verfügbar. Diese hat nun Einzug in alle Modelle der neuen Generation gehalten und sorgt dafür das die hohen Mitten leicht angehoben werden – so sollen Aufnahmen mehr „Luft“ erhalten und allgemein ein besseres Klangbild verschaffen. Der Latenzwert des Scarlett 2i2 liegt bei knapp 7ms. Ein Wert der mehr sehr gut ist und ein stabiles Arbeiten ohne Aussetzer oder Knacksen ermöglicht.

Mein Fazit

Mit dem Scarlett 2i2 von Focusrite erhält man ein Audio Interface welches seinesgleichen sucht. Die Verarbeitung des Gerätes ist einwandfrei – so wie man es schon von allen Focusrite-Interfaces gewohnt ist. Mit knapp 170 Euro erhält man eine Audio Interface welches sich optimal für Einsteiger sowie mobile Produzenten richtet.

 

Super Mario Kart Tour für iOS und Android erschienen

Seit Mittwoch ist es endlich zu haben – Super Mario Kart für iOS und Android. Obwohl das Spiel optisch der Konsolenversion entspricht gibt es doch ein paar kleine aber feine Unterschiede. Super Mario Kart ist für die Steuerung mit einer Hand konzipiert. So wird mit einem Finger oder Daumen das Fahrzeug durch die jweiligen Strecken gesteuert. Alternativ kann auch auf Bewegungssteuereung umgstellt werden. Mit dem verbauten Bewegungssensor kann man die Lenkung mit einem Kippen des Smartphones nach links oder rechts nutzen. Ebenso wurde das “Driften” stark vereinfacht. Befindet man sich in einer Links- oder Rechtskurve, wird der Drift automatisch aktiviert. Wem das zu leicht ist, kann diese Automatik aber in den Einstellungen abschalten. Wer Mario Kart schon mal auf dem Super NES oder der Nintendo Switch gespielt hat, wird wahrscheinlich etwas enttäuscht sein – durch die Portierung auf das Smartphone sowie die veränderte Steuerung, geht meiner Meinung einiges an Spielspaß verloren. Das klassische Mario-Kart-Feeling kommt hier nur sehr begrenzt auf. Dennoch muss ich aber sagen, das auch die Smartphone-Version zwischendurch echt Spaß macht – prima Unterhaltung die für Kurzweil sorgt.

Umso ärgerlicher ist es, das bei Mario Kart Tour nicht auf das gleiche Kaufprinzip wie bei Super Mario Run gesetzt wurde. Letzteres  kann im AppStore für einen festen Preis gekauft werden. Nicht so bei Mario Kart Tour. Das Spiel ist grundsätzlich kostenlos, allerdings kann man gegen Geld Rubine und Goldpässe kaufen. Mit diesen können dann Verbesserungen oder neue Fahrzeuge gekauft werden. Die Preise sind hierfür allerdings echt hart wenn man bedenkt das Mario Kart Tour hauptsächlich auf Kinder und Jugendliche abzielt. Hier mal eine kleine Übersicht:

3 Rubine2,29 Euro
10 Rubine6,99 Euro
23 Rubine13,99 Euro
48 Rubine29,99 Euro
93 Rubine54,99 Euro
135 Rubine74,99 Euro
Goldpassmonatlich 5,49 Euro

Ich habe bereits jetzt schon einige Stunden mit dem Spiel verbracht. Aktuell muss ich sagen, das man die zusätzlichen Rubine nicht unbedingt braucht und auch so im Spiel weiter kommt. Allerdings weiß ich nicht , wie dies im weiteren bzw. fortgeschrittenen Spielverlauf aussieht. Für Mario Kart Tour hätte es mir deutlich besser gefallen, einen festen Preis zu fordern. Für knapp 10 Euro (soviel kostet Super Mario Run in der Vollversion),hätte das Spiel sicherlich viele glückliche Käufer gefunden. Bei dem aktuellen Preismodell könnte ich mir allerdings vorstellen, das vielen der Spaß am spielen schnell vergeht.

‎Mario Kart Tour
‎Mario Kart Tour
Entwickler: Nintendo Co., Ltd.
Preis: Kostenlos+
Mario Kart Tour
Mario Kart Tour
Entwickler: Nintendo Co., Ltd.
Preis: Kostenlos+

 

Review – Sonos Play:5

Musikstreaming-Dienste wie Spotify oder Deezer werden in der Regel auf mobilen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet genutzt. So hat man unterwegs quasi immer seine gesamte Musiksammlung dabei. Für den mobilen Einsatz ist das in Verbindung mit guten Kopfhören sicherlich eine optimale Lösung. Doch wie sieht es zuhause aus – wie wird dort Musik konsumiert? Für audiophile Nutzer ist eine klassische Stereoanlage sicherlich eine gute Lösung, in der heutigen Zeit aber für den alltäglichen Musikgenuss absolut nicht mehr zeitgemäß. Immer mehr mobile Lösungen erscheinen auf dem Markt – allen voran Lautsprecher mit Bluetooth-Funktion. Doch auch hier muss man im Vergleich zur Stereoanlage nach wie vor Abstriche machen was Klangqualität und Funktionen betrifft. Wäre es nicht sinnvoll ein kompaktes Gerät nutzen zu können, mit dem man in jedem Raum der Wohnung Musik hören kann und beim Klang keinerlei Abstriche machen muss? Weiterlesen