Kurz vorgestellt – PhotoSync von Touchbyte

Normalerweise schreibe ich hier eher selten über Apps. Egal ob iOS oder Android – in der Regel komme ich mit den hauseigenen Apps oder Funktionen eines Smartphones prima klar. Heute stelle ich aber kurz eine App vor, die mich sofort überzeugt hat – PhotoSync von Touchbyte.

Jeder kennt das – nach einer gewissen Zeit sammeln sich auf dem Smartphone etliche Fotos und Videos an. Gerade wer viele Fotos macht und vielleicht sogar noch Videos filmt, kommt schnell an die Grenze seines Speichers. Zu Zeiten von 4K-Videos und Fotos mit 12 Megapixeln belegen ordentlich Platz auf dem Smartphone. Doch was macht man wenn der Speicher voll ist? Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten – entweder man trennt sich von einigen Fotos und Videos um Speicher auf seinem Smartphone freizumachen oder man lagert die Dateien aus. Mit Diensten wie Dropbox, Google Drive, OneDrive oder iCloud eigentlich auch kein Problem. Allerdings werden die Fotos und Videos bei solchen Diensten auf fremden Servern gespeichert, wo man nun wirklich nicht 100% weiß wer eventuell noch auf Daten Zugriff hat. Da sich solche Server (zumindest die von den oben genannten Diensten) meistens in den USA befinden, unterliegen diese nicht unserem europäischem Datenschutzgesetz. Ein anderer Punkt ist zum Beispiel die Nutzung der Apps von besagten Diensten. Leider funktionieren die, je nach Gerät nicht immer zuverlässig oder müssen bei jeder Übertragung umständlich gestartet werden.

Privat betreibe eine Cloud-Festplatte von Western Digital. Diese ist an meinen Router angeschlossen und alle die sich im heimischen Netzwerk befinden haben darauf Zugriff und können Daten sicher ablegen. Auch von unterwegs können registrierte Nutzer mit der passenden App darauf zugreifen – funktioniert grundsätzlich super. Allerdings funktioniert die dazugehörige App, gerade was das synchronisieren betrifft, nur sehr schlecht. Oft ist es der Fall, das ich die App mehrfach beenden und neustarten muss und die Übertragung der einzelnen Daten sehr langsam von statten geht.

[appbox 415850124 appstore ]

[appbox com.touchbyte.photosync googleplay ]

Durch Zufall bin ich beim Stöbern im Appstore auf die App PhotoSync von Touchbyte gestossen. Diese App hat sich darauf spezialisiert  Fotos sowie Videos an alle erdenklichen Orte zu synchronisieren. Dazu einfach nach der Installation der App angeben wohin die Dateien gesichert werden sollten und ab sofort übernimmt die App automatisch die Synchronisation. Für den Zielpunkt stehen neben dem Computer , einem NAS oder auch einem Tablet jede Menge Dienste zur Verfügung:

  • Dropbox
  • Google Drive
  • OneDrive
  • Amazon Cloud Drive
  • Flickr
  • Google Photos
  • Facebook
  • SugarSync
  • Box

Auch die Einstellmöglichkeiten können ich sehen lassen. Wer möchte kann zum Beispielnach der Übertragung alle Daten auf dem Quellgeräte löschen, so das wieder ausreichend Platz vorhanden ist. Es können bei der Synchronisierung einzelne Unterorder angelegt werden. Wer ein iPhone oder iPad besitzt wird sich über HEIF/HEIC sowie HEVC Unterstützung freuen. Dabei handelt es sich um relative neues Format von Apple, welches es ermöglicht die Datengröße um ca. die Hälfte zu reduzieren. Leider können viele Bearbeitungsprogramme mit diesem Format nicht umgehen, aber auch da hat PhotoSync dran gedacht. So könnt Ihr auswählen ob die Dateien im HEIF/HEIC oder HEVC Format übertragen werden sollen, oder ob die entsprechenden Dateien in *jpeg (für Fotos)  und in *.h264 (für Videos) umgewandelt werden sollen. Auch die Übertragungsgeschwindigkeit kann überzeugen – von meinem iPhone auf meinem WDmyCloud dauerte die Synchronisierung von 165 Fotos keine 2 Minuten.

Fazit

Aktuell kostet die App im App Store 3.49 Euro , im Google Play Store werden nach einer kostenlosen Testphase von 7 Tagen 2.99 Euro fällig. Jeder einzelne Cent ist diese App wert und gehört als Standard auf jedes Smartphone oder Tablet.

WhatsApp – Update enthält neue Funktionen

Heute ist ein neues Update für WhatsApp erschienen. Darin enthalten sind neue Funktionen – vorerst allerdings nur für iOS. Der Hersteller kündigt für Android aber bereits ein Beta an, die die Funktionen ebenfalls enthalten soll. Außerdem soll in einer der nächsten Updates des Messengers eine Edit-Funktion an Board haben.

Nachdem das Update installiert wurde, ist es nun auch möglich, Nachrichten ohne Internetverbindung zu versenden. WhatsApp nimmt die Nachricht entgegen und verschickt sie dann sobald eine  Internetverbindung besteht. Außerdem können nun auch bis zu 30 Bilder/Fotos pro Kontakt oder Gruppe verschickt werden. Wer nur begrenzt Speicher auf seinem Smartphone hat, kann sich zudem für jeden einzelnen Chat alle  enthaltenen Medien anzeigen lassen und diese einzeln löschen. Unter der Einstellung Daten- und Speichernutzung –> Speichernutzung einfach auf Chat-Verlauf leeren klicken. Nun kann jede Medienart die im Chatverlauf vorkommt einzeln auswählen und löschen.

Demnächst soll auch endlich die Edit-Funktion freigeschaltet werden. Damit soll es möglich sein, bereits verschickte Nachrichten zu ändern und sogar. Die Funktion war bereits in der Beta der Android-Version implementiert, allerdings ohne Funktion.

Amazon Undeground – kostenlose Apps, aber zu welchem Preis

Seit einiger Zeit gibt es bereits die Underground App von Amazon. Zu einem kann man über diese App ganz normal Artikel bestellen – genau wie über die offizielle App. Ein normales Kundenkonto bei Amazon reicht dafür völlig aus. Allerdings bietet Amazon auch zahlreiche Apps gratis an, die im regulären Play Store von Google kostenpflichtig sind. Die Navigations-App NAVIGON Europe zum Beispiel kostet im Play Store ca. 60 Euro. in der Underground App bekommt Ihr diese komplett kostenlos. Ähnlich ist es mit zahlreichen Spielen und Tools. Doch wie funktioniert das? Im Grunde ist das Prinzip ganz einfach – Amazon zahlt den Entwicklern einfach Geld für die Nutzung der Apps. Aktuell sind das 0,2 US-Cent  pro Minute in denen eine solche App genutzt wird. Bei einer Stunde App-Nutzung kommt man dann auf 12 Cent. Hört sich zunächst einmal nicht viel an – wer das mal weiter hochrechnet wird schnell merken, das sich dass für Entwickler schnell rentiert. Gerade dann wenn eine App sehr beliebt ist.

Allerdings gibt es auch eine Schattenseite, denn jeder weiß das heutzutage nichts mehr wirklich umsonst ist. So sammelt Amazon fleißig Nutzerdaten beim Gebrauch dieser Apps. So weiß Amazon zu jederzeit genau wie lange eine App genutzt wird und die Herkunft des Nutzers (dank des Benutzerkontos von Amazon) . Da Amazon auch selber Spiele entwickelt (Amazon Game Studios) ist man immer informiert, was die “breite Masse” so spielt und kann die Entwicklung dementsprechend steuern. Weiterer Nachteil – die Apps  sind meistens nicht aktuell und lassen sich auch nicht so ohne weiteres installieren, sofern kein Fire-Gerät vorliegt.

Hier merkt man schnell, das Amazon mit seinem Angebot nur Kosten entstehen. Die gesammelten Informationen scheinen aber so wertvoll zu sein, das der Shopping-Riese dies in Kauf nimmt. Ziel scheint es zu sein, Nutzer vom Google Play Store wegzulocken und künftig seine Apps über Amazon zu beziehen. Aktuell fährt Amazon damit sicherlich keine Gewinne ein, allerdings kennt man ja auch mittlerweile aus anderen Sparten des Amazon-Konzerns wo der Weg hingehen soll – Marktbeherrschung um jeden Preis.